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Kondrič Horvat, Vesna: „Ich mag Wörter, schöne Wörter“. Zu den Romanen von Hedi Wyss
ISBN 978-3-89693-642-4 (04/2015)
138 Seiten, 22 x 15 cm, Kt., EUR 26,00
 
Hedi Wyss, die sich seit den 1960ern einen Namen als Journalistin und Autorin gemacht hat, wurde 1973 mit ihrem Rosaroten Mädchenbuch schlagartig bekannt. In den folgenden Jahren verfasste sie Kinder- und Jugendbücher, zahlreiche Kolumnen und Artikel, aber auch vier Romane für Erwachsene, mit denen sich dieses Buch befasst (Keine Hand frei, Flügel im Kopf, Der Ozean steigt sowie Bubikopf und Putzturban). Es ist der erste Versuch, viele Facetten einer Autorin zu erfassen, die „Wörter mag, schöne Wörter“, aber ebenso großen Wert auf die Wahl der Themen ihrer Bücher legt, mit denen sie ihre Leser immer wieder zum Nachdenken anregt, z.B. Geschichte der Frau in der Schweiz, das jeweils aktuelle Leben in der Schweiz, Ökologie und das Leben mit Tieren. Charakteristisch für Hedi Wyss, die die Autorin des Buches als eine „wandelnde Enzyklopädie“ bezeichnet, ist, dass sie die Gesellschaft von einem Rand aus betrachtet und sie ständig hinterfragt und in Frage stellt.
 
Vesna Kondrič Horvat ist Professorin für deutsche Literatur an der Philosophischen Fakultät der Universität Maribor in Slowenien.

Inhalt
 
Vorwort
Einleitung: Eine Frau auf der Suche nach dem eigenen kulturellen Ort
1. Vier Romane oder „Frei zu sein mit dem Eigenen“
Historische Anthropologie
Die autobiographischen Elemente
Schriftstellerin und Journalistin
2. Keine Hand frei, 1980 – Die Selbstbefragung beginnt
Zur Struktur – „Von irgend etwas Wichtigem ausgeschlossen sein“
Wo werden Entscheidungen getroffen? – „ins Wespennest gestochen“
Frau versus Frau oder „sich nicht mehr einschüchtern lassen“
Regine – das andere Ich
Der Mann – „Meine kleine Frau mit dem grünen Daumen“
Die Auseinandersetzung – Nicht mehr „den Männern zusehen“
Engagement – „ein seltsames Gefühl von Macht“
Kinderwelt – „Welt voller Möglichkeiten und Wunder“
Ausländerfeindlichkeiten
Tiere und Pflanzen
Rezeption
Fazit
3. Flügel im Kopf, 1982 – „Geschichte gibt es nur dann, wenn es irgendwie weiter geht
Die vorgefundene Sprache zerschreiben
Zur Struktur – „Beim Sehen Bilder machen aus der Welt“
Die Frau in der Schweiz
Der weibliche Ikarus – Flügeltiere, Flügelmenschen
Die Ahninnen und die Rolle der Frau heute auf der Folie der Vergangenheit
Kontrastierung
    Die Mutter – „Kein Brot ist nicht gut“
    Lisa – „Aufstehen und Weggehen“
    Franziska – Fisch im Netz
    Ruth – „und dann verwechselt mich irgendwo einer mit dir“
    Trude – „Bilder sind genauer als Worte“
    Alltagsfrauen – „Frauenarbeit. Frauenalltag“
    Die Alibifrau oder Ein Junge sein
Befreiung aus der aufoktroyierten Rolle
Gedächtnis- und Gehirnforschung
Kultur als Text
Metageschichten – „Die Gedanken ordnen. Das Bild einfangen“
Sprachskepsis
Über das Geflecht des Lebens nachdenken
Kindheit, Eltern und Schule – Machtausübung
Umweltschutz oder „Weiterleben, weiteratmen, weiteressen“
Onkel Karl – Geschäftswelt
Fazit
4. Der Ozean steigt, 1987 – Ökokritik in ästhetischer Form
Ökokritik
Fiktiver ökologischer Roman – „Brückenschlag zwischen Literatur und Ökologie“
Ökologischer Roman und Selbstanalyse
Die Fabel oder Zukunftsbilder
Struktur und analytischer Aufbau
Erzählstil
Kontrastierungsprinzip
Elsa – Rebell und die Ich-Erzählerin
Bennie – das stumme Kind – Große Einsamkeit
Rolf – Sicherheit
Kurt – Passivität
Und die anderen – Christa, Arnold, Klara…
Die Leute in den Bergen – die Proteste
Natur – Ein großes Netz von Zeichen
Der Satz – Schuld und Gewissensbisse
Der Tod
Rezeption
Fazit
5. Bubikopf und Putzturban, 2003 – „Fragmente eines langen Lebens“
Die Rebellin – eine „Figur, die sich abhebt von gewöhnlichen Frauenbiografien ihrer Generation“
Das Bild des 20. Jahrhunderts
Liebesbriefe und Tonbänder und „ein paar in Sätzen versteckte Töne, Farben, Begebenheiten sind neu in der Welt“
Metageschichte
Alice und das rasante Jahrhundert – der „Kampf gegen die Missachtung der geistigen Bedürfnisse weiblicher Wesen“
Großvater und Großmutter – „Die Zeit wegschieben um sich zu treffen“
Alice – „‚Du bist nicht zum Lesen da, sondern zum Betten machen‘“
Die Fremde
Hummele – „Traurigkeit in mir, die von zu viel Kraft, zu engem Leben, zu großen Hoffnungen rührt“
Liebesbriefe und die Hochzeitsnacht – „Heiss, rein, hoch“
Befreiungen von der Familie und von der Kirche – „Durst nach Leben“
Die neue Familie und die „Zeit der großen Schrecken in Europa“
Die Zeugin – die „Spionin aus der Zukunft“
Fazit – Geschichten immer anders erzählen oder „Immer trifft auch das Gegenteil zu“
6. Schluss
7. Literatur
8. Sachregister
9. Personenregister