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Dorfmann, Martina: Simon, Spock & Co. ISBN 3-925191-83-6 (1991) 186 Seiten, Kt., EUR 10,20 / SFr 19,00
Es ist schon etwas ungewöhnlich, wenn ein junger Mensch seine Memoiren schreibt. Mit viel Humor und in einer
klaren Sprache schildert Martina die Zeit zwischen ihrem zwölften und vierzehnten Lebensjahr. Als sie das Buch vollendet hatte, war sie gerade fünfzehn Jahre alt geworden – sie befindet sich in einer
Übergangszeit. Martina betrachtet sich nicht mehr als Kind. Ein Lebensabschnitt scheint beendet. Dennoch distanziert sie sich nicht von ihrer Kindheit. Sie versucht sie zu verarbeiten, versucht ihr damaliges
Verhalten zu verstehen und findet durch diese Rückbesinnung zu einer neuen Identität. Die Suche nach dem Ich, nach Vorbildern und Orientierungsmustern nach Verständnis und seelischer Wärme sind Auslöser ihrer
Erlebnisse und Gefühle, sind ihr Antrieb und Hemmung zugleich. Herausragendes Moment und Drehpunkt ist die Identifikation mit Film- und Fernsehstars und ihre Konfrontation mit der Wirklichkeit. Die Scheinwelt
Fernsehen wird zur Realität, aus der Martina schreibend herausfindet, sich entdeckt und zu akzeptieren lernt. Ein Mensch bereitet sich auf das Erwachsenwerden vor, stellt sich auf die Probe, lernt sich
einzuschätzen. Es ist eine der kritischen Phasen, die jeder Mensch durchlaufen muß. Mit der ihr eigenen Unbekümmertheit und einer erfrischenden Offenheit zeigt sich Martina selbst den schwersten seelischen Krisen am
Ende gewachsen. Diese authentische Biographie über den Reifeprozeß eines Mädchens zur Frau ist in Sprache und Duktus sensibel und beeindruckend und beileibe nicht nur ein Jugendbuch.
Für Menschen ab 12 Jahren.
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