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Germanistik

Kulturwiss.

 

 
PERSPEKTIVENWECHSEL
Herausgegeben von
Martin-M. Langner

 

Bednarowska, Aleksandra / Filar, Magdalena / Kołodziejczyk-Mrz, Beata / Majcher, Piotr (Hrsg.): Historische und kulturwissenschaftliche Untersuchungen zum Schweigen. Phänomene des Schweigens unter historischer Perspektive
(PERSPEKTIVENWECHSEL, Band 5)
ISBN 978-3-89693-681-3 (11/2017)
157 Seiten, 22 x 15 cm, Kt., EUR 32,00
 
Dieser Band vereint Beiträge, die Phänomene des Schweigens aus historischer Perspektive beleuchten. Dabei stehen literarische Texte und historische Ereignisse gleichwertig nebeneinander. Schweigen ist kein Abbruch von Dialogen, sondern ein spezifischer Teil von gesellschaftlicher Kommunikation. Wer schweigt, muss nicht vergessen, sondern kann das Erinnern bewahren. Verschwiegenes kann dagegen ins Vergessen geraten, ohne zugleich aber an Wirkung zu verlieren. Für beide Vorgänge sind Fallstudien und theoretische Überlegungen in diesem Band vereint. Wie Schweigen in literarischen Texten Ausdruck findet, wird in den Beiträgen dieses Bandes ebenso sichtbar, wie die gesellschaftliche und historische Dimension von historischen Vorgängen, in denen Schweigen eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Nicht immer kann der, der schweigt, verschwiegen bleiben – oft ist der Versuch, die geeignete Sprache zu finden, eine Antwort auf Schweigen.

Inhalt
 
Vorwort
 
HANNO BIBER: „Ich bleibe stumm; und sage nicht, warum.“ Über das Schweigen von Karl Kraus 1933
JAKUB GORTAT: Der Luftkrieg gegen Deutschland im Bewusstsein der Deutschen – ein Tabu oder eine Überrepräsentation?
JÓZEF BRYNKUS: Silence in historical narration – several remarks on methodological, cognitive an educational effects?
AGNIESZKA CHLOSTA-SIKORSKA: Concealed in the narrative of the PRL (People’s Republic of Poland)
URSZULA KICIŃSKA: Modest and quiet – the image of women in paranetic sources
AGNIESZKA SŁABY: “Silence is a woman’s ornament” – on women’s silence and means of expression in the early 18th century in Poland
JULIA MIESENBÖCK: Das Verschweigen von Vergangenem. Hans Leberts Roman Die Wolfshaut im Kontext des Vergangenheitsdiskurses in Österreich nach 1945
FRANK M. SCHUSTER: „Sie schwiegen uns alle frech ins Gesicht, Das Schweigen über die Vergangenheit in Roberts Schindels kaleidoskopischem Mosaik Der Kalte
RADOSŁAW SUPRANOWICZ: „Vor der eigenen Geschichte kann wohl niemand ein reines Gewissen haben.“ Das Verschwiegene im deutsch-polnischen Verhältnis nach 1945 am Beispiel polnischer Presseartikel aus dem Jahre 1970/1971
EVA PARRA-MEMBRIVES: Schweigende Mütter und Tod
PIOTR MAJCHER: Das Schweigen als Ausdrucksmittel im Schauspiel Die Stunde da wir nichts voneinander wußten von Peter Handke