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Germanistik
 

 
Berliner
Sprachwissenschaftliche Studien
 
Herausgegeben von Franz Simmler
 

Schuster, Britt-Marie / Holftreter, Susan (Hrsg.): Textsortenwandel vom 9. bis zum 19. Jahrhundert. Akten zur internationalen Fachtagung an der Universität Paderborn vom 9.-13.06.2015
(Berliner Sprachwissenschaftliche Studien, Band 32)
ISBN 978-3-89693-662-2 (03/2017)
483 Seiten, 22,7 x 15,3 cm, 1 Farbabb., 28 s/w Abb., Kt., EUR 68,00
 
Die vorgestellten Studien zeichnen auf empirischer Basis Textsortenentwicklungen über einen Zeitraum von 100 bis 600 Jahren nach, wobei die untersuchten Textsorten ebenso aus zentralen gesellschaftlichen Domänen wie Bildung, Recht oder Medien wie aus der privaten Kommunikation stammen. Die vorgestellten empirischen Längsschnittuntersuchungen basieren auf unterschiedlichen Methoden und betrachten den Textsortenwandel teils als ein sich auf allen textuellen Ebenen abzeichnendes und teils als ein an isolierten Textmerkmalen hervortretendes Phänomen. In ihrer Gesamtheit konturieren die Beiträge den sprachwissenschaftlichen Begriff des Textsortenwandels.

Inhalt
 
Einleitung
I. Textsortenwandel – theoretisch und methodisch betrachtet
BRITT-MARIE SCHUSTER: Elemente einer Theorie des Textsortenwandels – Eine Bestandsaufnahme und ein Vorschlag
ALEXANDER SCHWARZ: Der Frühneuhochdeutsche Prosaroman oder was es alles braucht, um die Geschichte einer Textsorte zu schreiben
II. Textsortenwandel – mehrdimensional betrachtet
CHRISTINA GANSEL: Zum funktionalen Status von Schulprogrammen: Schulprogramme als Instrumente der Reflexivität und Reflexion
FRIEDRICH MARKEWITZ: Die Entwicklung der Systemorientierung der Textsorte „Schulprogramm“ anhand ihrer Titelblätter – Eine systemtheoretisch-textsortenlinguistische Untersuchung
SUSAN HOLTFRETER: Der Gebrauch von Personennamen als Aspekt des Textsortenwandels
JULIANE SCHRÖTER: Taufzettel. Zur Geschichte einer fast vergessenen Textsorte im 18. und 19. Jahrhundert in der Schweiz
ARNIKA LUTZ: Dienstleistungswerbeanzeigen im 18. Jahrhundert – Analysen von Texten der Staats- und Gelehrte[n] Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten
NADINE WALLMEIER: „Dit is ghewyset vor recht“: Zur Funktion der Fallbeispiele im Herforder Rechtsbuch im Kontext der spätmittelalterlichen Rechtsschriftlichkeit
URSULA GÖTZ: Sprachlehrbücher von außen betrachtet. Zum Verhältnis von Titelblattgestaltung und Textsortenwandel anhand von Grammatiken und Orthographielehren des 16. und 17. Jahrhunderts
FRANZ SIMMLER: Makrostrukturen und Syntax in der Hohelied-Tradition vom 11. bis 15. Jahrhundert
RAINER HÜNECKE: Das protestantische Schuldrama – Stabilität und Wandel vom 16. bis ins 18. Jahrhundert
CLAUDIA WICH-REIF: Texttraditionen und -wandel in Hansekontexten: Die Handelskorrespondenz Hildebrand Veckinchusens
ANNA JUST: Makrostrukturen in der Kanzleikorrespondenz in Liegnitz (1410-1685)
ALBRECHT GREULE: Textgrammatik und Kanzleistil am Beispiel frühneuhochdeutscher Texte
SEBASTIAN SEYFERTH: Zur Predigtsprache Bertholds von Regensburg und Johann Geilers von Kaysersberg – ein diachroner Predigt(nachschriften)vergleich
III. Textsortenwandel – signifikante sprachliche Strukturbildungen
GISELA BRANDT: Die Nachricht – variable Grundeinheit der periodischen Zeitung des 17. und 18. Jahrhunderts
OLIVER PFEFFERKORN: Zum Modalverbgebrauch in mittelhochdeutschen und frühneuhochdeutschen Predigten
GALINA BAEVA: Fragen und Fragesätze in Benediktinerregeln des 9. bis 16. Jahrhunderts
HANS ULRICH SCHMID: Den dief sol men hengen. Der Ausdruck der allgemeinen Gültigkeit in historischen Rechtstexten
JÓZEF WIKTOROWICZ: Sprachliche Formulierungsmuster in der Textsorte „Satzung“ im 18. und 19. Jahrhundert
SANDRA AEHNELT: Satzkonstruktionen in Reiseberichten des 17. Jahrhunderts
DANIELLE BUSCHINGER: Deutsche Prosa-, Vers-, strophische Gralromane vom 13. bis zum 15. Jahrhundert. Strukturen und Funktionen